Übergreifend über die technischen Innovationsfelder wurde das Innovationsfeld Ocean Open Innovation definiert. Es bildet das organisatorische und strategische Fundament des Ocean Technology Campus: Es schafft die Strukturen, die für eine enge, vertrauensbasierte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft notwendig sind – und es stellt sicher, dass exzellente Forschungsergebnisse den Weg in die wirtschaftliche Anwendung finden.
In der zweiten Förderphase richtet sich Ocean Open Innovation konsequent auf vier Handlungsfelder aus: die Professionalisierung des Clustermanagements und die Internationalisierung des OTC, die nachhaltige Gewinnung und Förderung von Fachkräften für die maritime Technik, den gezielten Transfer von Technologien in marktfähige Produkte und Unternehmen sowie die Begleitung von Gründungsvorhaben im Bereich Meeres- und Unterwassertechnik.
Obwohl in der ersten Phase wichtige Grundlagen gelegt wurden – von einem funktionierenden Open-Innovation-Ökosystem bis hin zu ersten Gründungsunterstützungsangeboten –, liegt der Fokus nun auf Verstetigung und Wirkung: Partnerschaften mit Akteuren in Norwegen, Kanada und dem gesamten Ostseeraum werden vertieft, Verwertungsprozesse systematisiert und der OTC-Incubator als dauerhafter Anlaufpunkt für Gründerinnen und Gründer aus der Meerestechnik etabliert.
Dr.
Regine Labrenz
Innovationsfeldleiterin Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Seestrasse 15
18119 Rostock
Tel.: +49 381 519 7124
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Regine Labrenz
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Maren Scheurer
40Knots
Das Projekt OTC-Open2Integration bildet das organisatorische Rückgrat des Ocean Technology Campus in der zweiten Förderphase. Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines professionellen Clustermanagements, das die Zusammenarbeit der Partner koordiniert, die Sichtbarkeit des Clusters national und international stärkt und neue Partnerschaften mit Wirtschaft und Wissenschaft entwickelt.
Ein wesentliches Ziel ist die Internationalisierung des Clusters: Bestehende Kooperationen – etwa mit dem GCE Ocean Technology Cluster in Norwegen und dem Centre for Ocean Ventures and Entrepreneurship (COVE) in Kanada – werden vertieft, neue Partnerschaften insbesondere im Ostseeraum aufgebaut. Parallel dazu entwickelt das Projekt eine kohärente Marketingstrategie, die die Innovationsleistungen des OTC nach außen kommuniziert und den Standort Rostock als führende Adresse für maritime Technologien positioniert.
Partner des Projekts sind das Subsea Monitoring Network (SMN), das Fraunhofer-Institut für Grafische Datenverarbeitung IGD, Rostock Business, sowie 40Knots.
Dr. Kirstin Kastell
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Seestraße 15
18119 Rostock
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Der Fachkräftemangel in der Meeres- und Unterwassertechnik ist eine der zentralen strukturellen Herausforderungen für den Standort Rostock. OTC-PromOcean begegnet dieser Herausforderung mit einem ganzheitlichen Ansatz: Das Projekt verbindet Maßnahmen zur Diversity-Förderung, zur gezielten Gewinnung von Nachwuchskräften und zur Talententwicklung entlang des gesamten Bildungswegs – von der Schule über das Studium bis in die berufliche Weiterqualifizierung.
Aufbauend auf den Erfahrungen aus den Phase-1-Projekten Ocean Talents und Ocean Gender werden bewährte Formate wie Summer Schools, Mentoringprogramme und Zertifikatslehrgänge weiterentwickelt und verstetigt. Gleichzeitig werden neue Maßnahmen erprobt, um insbesondere Frauen und internationale Fachkräfte für die maritime Technik zu gewinnen und langfristig am Standort zu halten.
Das Projekt wird gemeinsam vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und der Universität Rostock umgesetzt.
Exzellente Forschungsergebnisse entfalten ihren wirtschaftlichen Wert erst dann, wenn sie den Weg in die Anwendung finden. OTC-Tec2B (Technology to Business) schließt genau diese Lücke: Das Projekt unterstützt die Projektkonsortien des Ocean Technology Campus systematisch dabei, ihre Technologien und Prototypen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu überführen.
Dazu gehören die Identifikation geeigneter Industriepartner, die Unterstützung bei der Schutzrechtsstrategie sowie die Begleitung von Ausgründungsvorhaben. Darüber hinaus wirbt das Projekt aktiv neue Unternehmenspartner für den Cluster an und stärkt so die wirtschaftliche Verankerung des OTC in der Region Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus.
Das Projekt wird von Rostock Business, dem Subsea Monitoring Network, dem WindEnergy Network und der Universität Rostock durchgeführt.
Lukas Buschhusen
Projektleitung, Rostock Business
Schweriner Straße 10/11
18069 Rostock
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Martin Baudisch
Projektleitung, Forschungsverbund MV
Strandstraße 95
18055 Rostock
+49 381 260 57 89 0
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Der OTC-Incubator führt das erfolgreiche Accelerator-Programm der ersten Förderphase in eine neue Stufe. Er bietet Gründerinnen und Gründern aus der Meeres- und Unterwassertechnik einen strukturierten Rahmen, um ihre Ideen von der Konzeptphase bis zur Finanzierungsreife weiterzuentwickeln – direkt am Ocean Technology Campus im Fischereihafen Rostock.
Neben der Bereitstellung von Arbeitsinfrastruktur, Laborräumen und Mentoring-Zugängen liegt der Fokus des Incubators auf der Vernetzung mit den Forschungsprojekten des Clusters: Gründungsteams können technologische Ergebnisse aus den Innovationsfeldern aufgreifen und in tragfähige Geschäftsmodelle übersetzen. Damit schließt der OTC-Incubator den Kreis zwischen Grundlagenforschung, angewandter Entwicklung und unternehmerischer Umsetzung.